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Wintertraining auf Gran Canaria


Um für die nächste Saison wieder gut in Form zu sein, verbrachte ich Anfang Jänner zwei Wochen auf Gran Canaria. Die Insel ist ein Traum für Rennradfahrer. Obwohl sie nur ein fünfzehntel der Fläche Steiermarks besitzt, wird es nicht langweilig die interessante Vegetation und Landschaft der kanarischen Insel mit dem Rad zu erkunden. Gran Canaria wird auch als Miniaturkontinent beschrieben, da die Insel 14 Mikroklimazonen besitzt und auch wenn sie nur einen Durchmesser von 50 Kilometer aufweist, gibt es zwischen Norden und Süden extreme klimatische Unterschiede. Durch den Einfluss der Passatwinde kommt das Wetter stets vom Norden und bleibt meistens in den Bergen hängen und regnet auf der Nordhälfte ab. So ist der Norden sehr grün und weist neben Nadelbäumen auch Laubbäume auf. Die Südinsel dagegen ist sehr trocken, sonnig und beheimatet von Kakten, Sträuchern und Palmen. Ein Einheimischer Lokalbesitzer erzählte uns, dass es zuletzt im April so richtig geregnet hat. Sonne ist also garantiert…

Bild:(links) Der Südteil mit Blick Richtung Mogan; (Mitte) In den Dynen von Maspalomas; (Rechts) Der grüne Norden

Während dem Trainingslager war ich auch mit dem Carbonlaufrädern von debello unterwegs und unterzog diese einen richtigen Härtetest. Nicht nur der schlechte Zustand mancher Bergstraßen sind eine wahre Prüfung, auch die vielen steilen Bergabfahrten sollten zeigen ob sich mein 48h-Höhenmeter-Weltrekordversuch mit diesen Laufrädern durchführen lassen wird. Mit hatte ich die 050 Clincher und kann den Laufrädern ein wirklich gutes Zeugnis ausstellen. Wer sich die Höhenprofile unserer Touren ansieht wird festellen, dass Abfahrten von 1500 Höhenmetern keine Seltenheit sind. Bisher hatte ich mit Carbonlaufrädern, die auch Carbonbremsflächen haben nicht so viel Erfahrung, da ich bisher auf meine Cosmic Carbon SL mit Alu-Bremsflanke setzte. Ich fühlte mich aber mit den debello Laufrädern in jeder Abfahrt sicher und konnte mich auf das Bremsverhalten verlassen und werde auch beim 48h-Höhenmeter-Weltrekordversuch mit debello Laufrädern starten, dort aber mit den 38T Ultimate Pro, die mit 1150 Gramm mir noch einen kleinen Vorteil verschaffen werden.

Bild:(links) Zustand der Straßen in Artenara, (Mitte) Herrliche Landschaft in Ayagaures; (Rechts) Palmenallee in San Bartolome.

Neue Bremsbeläge
Zum Testen mit dabei hatte ich ein neues Modell Bremsbeläge von debello, welche demnächst auf den Markt kommen sollen. Im Gegensatz zu den Kork-Bremsbelägen von debello, die ich bisher gefahren bin, weisen die Neuen eine sehr weiche Gummimischung auf. Schon vor dem Hinflug montierte ich diese an meinem Rennrad. Auffällig und leicht störend war anfangs das Quietschen der neuen Beläge beim starken Abbremsen, jedoch verschwand das Geräusch nach dem ersten Trainingstag. Die Beläge müssen eingefahren werden und überzeugten dann durch den geringen Anpressdruck während dem Abbremsen in den Abfahrten. Die weiche Gummimischung reibt sich zwar etwas schneller ab, als jene der Kork-Beläge, soll aber noch schonender für die Carbonflanke sein. (Bild oben: Kork Bremsbeläge, Bild Mitte und unten: Neues Modell mit weicher Gummimischung)

Das Trainingslager
Während den zwei Wochen auf Gran Canaria habe ich in 81 Trainingsstunden insgesamt 1854 Kilometer und 42 920 Höhenmeter geschafft. Letztes Jahr hatte ich sogar 50 000 Höhenmeter, jedoch laugte mich das Trainingslager damals eher aus, anstatt das es mich aufbaute. Anfangs fehlte mir die nötige Energie um mein Wintertraining in Graz konsiquent fortzuführen. Es war letztes Jahr einfach zu viel und darum entschied ich mich bewusst etwas weniger zu trainieren und auch einmal einen halben Tag am Strand zu verbringen oder auch an einem Tag Las Palmas zu besichtigen. In der folgenden Tabelle sind alle Trainingseinheiten mit Link zu Garmin Connect zu finden. Ich bin nun also ein offenes Buch...
Tag Beschreibung km Hm Zeit D
km/h
D
HF
Link zum Track
in Garmin Connect
28.12 Als Vorbereitung auf Gran Canaria nutzen Harald Zima und ich die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen für Schneewandertouren in Kärnten. Am ersten Tag gehen wir auf den Madschacher Gupf 29 2400 6:38 4.3 134 Vorbereitung: Schneewanderung 1
29.12 Schneewanderung entlang der slowenischen Grenze. Sehr anspruchsvolle Tour mit Wanderschuhen im Schnee und Eis 17 1800 6:51 2.5 124 Vorbereitung: Schneewanderung 2
30.12 Morgen fliegen wir nach Gran Canaria. Die Radkoffer sind gepackt. Zusammen gehen wir ins Injoy Graz Ost, wo ich im Winter trainiere und fahren dort drei Stunden am Spinning bike und wärmen uns anschließend in der Infarotsauna noch auf. 3:00
31.12 Um 10:30 Uhr landen wir bei angenehmen 20 Grad und sind bereits um 12:30 Uhr zur ersten Ausfahrt bereit. Um 18:17 Uhr wird es dunkel, also haben wir noch etwas Zeit. Wir fahren in den Westen Richtung Mogan und anschließend hinauf nach Soria. 110 2131 4:44 23,4 128 Tag 1: Nach Mogan und rauf nach Soria
1.1 Hinauf zum höchsten Punkt der Insel, dem Pico de las Nieves auf 1949 m und anschließend zurück 96 2605 4:40 20,6 134 Tag 2: Hinauf zum Pico de las Nieves
2.1 Erste lange Einheit. Vor allem der Anstieg von Ingenio zum Pico de las Nieves ist mit ein paar 20% Rampen sehr anspruchsvoll. 163 4426 7:53 20,7 142 Tag 3: Anspruchsvolle Tour
3.1 Tour in den Westen 178 4637 8:00 22,2 139 Tag 4: Der Westen
4.1 179 4414 8:15 21,6 138 Tag 5: Über San Bartolme − Mogan − San Nicolas ins Tränental
5.1 Heute ist Ruhetag. Harry und ich fahren eine kurze schnelle Einheit und verbringen den restlichen Tag am Strand. 63 1138 2:31 25,3 162 Tag 6:Ruhetag − kurze schnelle Einheit rauf nach Ayagaures
6.1 Mit voller Energie vom Ruhetag geht es über Soria nach Moya in den Norden. Am Anstieg in Mogan treffen wir das Saxo−Bank Team und fahren mit hinter ihnen rauf Richtung Ayacata. 192 4642 8:04 23,9 150 Tag 7: In den Norden. Das Team Saxo−Bank ist auch am trainieren
7.1 Gestern bin ich doch zu schnell gefahren. Daher wähle ich die Runde heute etwas kürzer. Rauf auf den Pico de las Nieves und über den Osten zurück 108 2608 5:10 21,3 124 Tag 8: Auf den höchsten Punkt und über den Osten zurück nach Maspalomas
8.1 In den Norden nach Teror 187 4091 8:21 22,4 131 Tag 9: Sehr lange Grudlagen Einheit
9.1 Möglichst dispiliniertes Grundlagenraining − nach Moya. Ich verspüre den Drang die Berge schnell zu fahren weiß aber, dass ich mich nicht verbrennen darf. Zumindest noch nicht… 179 4533 7:53 22,7 139 Tag 10: Über wunderschöne Straßen in den Norden nach Moya
10.1 : Ruhetag − die Räder bleiben zu Hause − Zu Fuß und mit dem Cabriobus erkunden wir Las Palmas =) Tag 11: Rundgang in Las Palmas
11.1 Absolut empfehlenswert ist die Inselrunde. Mit nur 200 Kilometern schafft man die Inselumrundung und kann dabei die herrliche Landschaft Gran Canaria genießen. Ohne einen Garmin wäre es jedoch nur schwer möglich vor Sonnenuntergang die komplette Runde zu fahren. Viele kleine Abzweigungen machen die Inselrunde zu einer spannenden Tour − ohne Garmin hat man da keine Chance. Ziel der Tour war es auch endlich einmal eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit als 25 km/h zu erreichen. Um diesen Schnitt endlich einmal zu brechen aktivieren wir den virtuellen Partner. Er soll uns motivieren vor ihm in Maspalomas tu sein. Leicht war es nicht aber in Maspalomas hatten wir dann einen Vorsprung von 33 Minuten ( Schnitt = 26,9 km/h) 200 3705 7:27 26,9 130 Tag 12: Inselrunde
12.1 Kurze Intensive Einheit 95 1829 3:28 27,3 143 Tag 13: In den Osten
13.1 Letzte Tour 104 2161 4:10 25,1 146 Tag 14: Abschlusstour
14.1 Rückflug Rückflug: Wolltet ihr auch schon einmal wissen, welche Strecke das Flugzeug beim Flug von den Canaren wählt und wie sich der Druck in der Kabine ändert?

Zusammenfassung Kilometer Höhenmeter Zeit [h]
Vorbereitung 46 4200 16
Gran Canaria 1854 42920 81
Insgesamt 1900 47120 97

Abschließend noch eine Frage: Was haben diese Bilder gemeinsam?


Richtig. Beide sind in 2000 Meter Höhe. Das eine jedoch noch am 30. Dezember in Kärnten bei −5° und das andere am 1.Jänner in Gran Canaria bei +15°





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27.01.12 10:24  
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