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DNF… did not finish beim Glocknerman


Es ist Donnerstag der 7. Juni. Ich fühle mich fit, ausgeruht und freue mich auf das Rennen. Im Kopf gehe ich kurz vor dem Wegfahren in Richtung Schwarzl noch alles durch. Vergessen habe diesmal sicher nichts. Schon eine Woche vorher hatte ich alles hergerichtet und auch schon probehalber das Auto eingeräumt. Ich denke zurück an 2011 als ich erst am Vorabend alle Utensilien im Auto verstaute. Ich erinnere mich an den Stress im letzten Jahr und denke mir, so gut war ich noch nie vorbereitet.



Gleich vom Start weg versuche ich das Tempo sehr hoch zu halten und mit viel Druck über die Hügel bei Kitzeck zu fahren. Zu Acht nehmen wir die Soboth in Angriff. Die Sonne brennt auf uns herab, 30° Grad zeigt mein Garmin. Meine Betreuer besprühen mich zur Abkühlung mit einer Sprühflasche und versorgen mich mit Bananen. Zu Sechst erreichen wir die Passhöhe und fahren gemeinsam weiter in Richtung Schaidasattel.



Das Wetter bleibt stabil und das Tempo nach Winklern wird etwas gemütlicher. Wann die Atembeschwerden eintraten lässt sich nicht genau sagen. Die Symptome, wie hohe Atemfrequenz und das Gefühl wenig Luft zu bekommen, kamen schleichend. Rückblickend betrachtet kommt mir vor, schon am Schaidasattel die ersten Symptome gemerkt zu haben. Am Anstieg auf den Felbertauern war ich mir dann sicher: irgendetwas stimmt nicht. Bei höherem Puls spürte ich schneller als sonst das Laktat in meine Beine schießen. Andauernd hatte ich das Verlangen schneller zu atmen und das Gefühl wenig Luft zu bekommen. Es fühlte sich so an, als ob jemand mir den Brustkorb zusammendrückt und mir so das Atmen erschwert. Auf einmal fiel es mir schwer mit meinen Begleitern mitzukommen. Ständig musste ich mich auf die Atmung und auf den Tritt konzentrieren. Der Anstieg auf den Glockner wurde zur Qual. Nun hatte ich auch angefangen zu husten, wollte es aber nicht wahr haben, dass irgendetwas nicht passt. Je näher wir dem Hochtor kamen desto mehr hatte ich mit der Luft zu ringen und das Husten wurde immer stärker, meine Kräfte immer geringer. Am Anstieg auf den Iselsberg wurde mein Husten immer stärker und der schleimige Auswurf bereitete mir Sorgen. Während der Abfahrt vom Iselsberg in Richtung Lienz bemerkte ich, dass mit dem Husten auch Blut hervorkam. Gleich war mir klar das Rennen abzubrechen und das nächste Krankenhaus aufzusuchen.



Das Lungenröntgen zeigte in beiden Lungenlappen Schatten und deutete auf eine Lungenentzündung hin. Die Sauerstoffsättigung war im Keller und das Blutbild sehr beunruhigend. Mein gesundheitlicher Zustand besserte sich zum Glück schnell. Nach sechs Tagen im BKH Lienz wurde ich wieder entlassen. Zwei Tage darauf war ich im LKH West zur Kontrolle. Das Lungenröntgen war wieder normal, die Blutwerte wieder in der Norm, das Herzultraschall wie aus dem Buch und die Lungenfunktion so wie immer ausgezeichnet.



Wahrscheinlich hatte ich mir bereits beim Weltrekordversuch einen Infekt eingefangen, der unter der Belastung vom „Glocknerman“ ausbrach. Durch die rechtzeitige Beendigung des Rennens bleiben, so hoffe ich, keine Schäden zurück. Ich habe nun noch einige Untersuchungen und werde wahrscheinlich in zwei Wochen wieder normal trainieren können, um mich auf das Race Around Austria vorzubereiten.


Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten. Das Eventvideo vom Weltrekordversuch ist nun fertig:





18.06.12 12:00  
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