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Sieg beim Glocknerman


Der Glocknerman 1015 km mit 16.000 Höhenmeter und zweimaliger Großglocknerüberquerung war seit Beginn meiner Extremsportkarriere 2011 eine Herausforderung, an der ich mich unbedingt beweisen wollte. 2012 ging ich voller Zuversicht nach meinem Höhenmeter-Weltrekord in das Rennen und musste dieses aber nach einen Lungenödem vorzeitig beenden. Diese Verletzung warf mich in meinem Trainingsplan weit zurück. Mein Start 2013, voller Angst und mit extremen Respekt, war gleichzeitig auch ein Testlauf nach der überstandenen Erkrankung für mich. An Lienz und seinem Krankenhaus werde ich nie mehr unbeschwert vorbeifahren. Mit dem 2. Platz in diesem anspruchsvollen Rennen war ich überglücklich. Für 2014 wusste ich aber, dass es im kommenden Jahr klappen sollte. 2014 zeigt sich dann, dass der Glocknerman 2014 viel stärker besetzt als ich erwartet hatte.


Ich hatte zu wenig Zeit in die Recherve und Analyse der Konkurrenten investiert. Meine größten Konkurrenten waren: Lasse Ibert - Gewinner 8er-Team RAAM 2012, Pierre Bischoff – der sich schon viele Jahre im Ultrasport beweist und immer wieder mit hervorragenden Platzierungen aufzeigen konnte, Manuel Geyer – der neben Job und Familie den Extremsport unter einen Hut bringt und Bernhard Steinberger – den ich schon vor meinem Start in die Ultraszene für seine Leistungen bewunderte, wie z.b. seinen Static-Cycling Weltrekord. Da ich unter Beobachtung der Teilnehmer stand und wusste, dass sich die meisten nach mir orientieren werden, versuchte ich nach dem Start nicht gleich mit 100%iger Leistung die kurzen steilen Anstiege hinauf zur Kirche von Kitzeck zu fahren, da das Rennen erst viel später entschieden wird. Zu fünft mit den starken Konkurrenten überquerten wir die Soboth (1347m) und fuhren sehr harmonisch als Gruppe. Wir wechselten uns einigermaßen gleichmäßig bei der Führungsarbeit in der Ebene ab und erreichten so zusammen den Schaidasattel (1087m), den wir sogar ohne kurzen Stopp passierten.


Sieben Stunden ging es schon ohne jeglichen Stopp dahin, nicht einmal Pinkelpausen waren möglich – das Rennen entwickelte sich immer mehr zum Physio-Krieg und sollte anscheinend den Siegen lassen, der am besten auf gewisse Grundbedürfnisse verzichten konnte. Um 22:05 erreichten wir mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 31,6 km/h nach 312 km und 3.900 Hm Winklern, mit kurzer Umkleidepause für die Nacht. Pinkel, Jacke überziehen, da fuhr schon der erste Fahrer an mir vorbei. In hohem Tempo ging es über den Iselsberg (1204m) und anschließend über den Kreuzberg nach Hermagor. Je näher wir dem Lesachtal kamen, umso mehr waren uns die Strapazen anzusehen. Mit Kreislaufproblemen musste Lasse Ibert das Tempo reduzieren und machte eine Pause. Zu viert durchfuhren wir das Lesachtal, das nächtens eine mentale Herausforderung darstellt. Der Anstieg auf den Kartischer Sattel (1530m) mit einer Länge von 41km mit ständigen auf und ab erscheint einem als endlos und so wird jeder einzelne Kilometer heruntergezählt. Die 15 kurzen Abfahrten lassen einen ständig den Rhythmus verlieren. Nachdem wir auch diesen mit einer wirklich schnellen Zeit gemeistert hatten ging es wieder in Richtung Winklern und schließlich weiter Richtung Glockner. Am Anstieg nach Heiligenblut löste sich dann schließlich das Vierer-Gespann auf. Zuerst ging ich alleine in Führung wurde aber bald von Manuel Geyer und Bernhard Steinberger eingeholt und überholt. So erreichte Bernhard Steinberger die Edelweißspitze als erster, gefolgt von mir mit etwa 4 minütigen Zeitabstand. Ich konnte mich in der Abfahrt gut erholen, Bernhard Steinberger einholen und überholen. Von da an war ich nun alleine unterwegs und gab als Getriebener alles was ich hatte. So schaffte ich es bei der zweiten Glocknerauffahrt von Fusch aus einen zeitlichen Abstand von 20 Minuten auf den Zweiten herauszufahren. Die Fahrt von Winklern Richtung Spital war durch starken Seitenwind extrem anstrengend und mental kräftezerrend. Ich konnte mich aber auch hier ein paar Minuten verbessern. Mein super Betreuerteam unterstützte mich, ebenso meine Fans, die via Facebock oder SMS mich motivierten. Nur so gelang mir meine Bedürfnisse auf ein Minium zu reduzieren und auf Stop’s zu verzichten. Mit gutem Druck am Pedal meisterte ich so die Ebene durch Kärnten und hatte einen konstanten Abstand von 40 Minuten auf Bischoff, meinen unmittelbaren Verfolger, und versuchte diesen zu halten. Über Kitzeck sollte dieser dann auf 50 Minuten wachsen und so erreichte ich unser Ziel, das Schwarzl Freizeitzentrum, nach 38 Stunden und 46 Minuten.


Meine durchgehende und konstant hohe Leistung, kein Einbruch, keine Probleme mit der Müdigkeit und lediglich 38 Minuten reine Pausenzeit (ein paar Ampeln, ein Bahnübergang, einige Male Pinkeln und ein paar Mal ein großes Geschäft erfüllen mich mit Stolz. Es war ein tolles Rennen – eine sensationelle Strecke – ein Rennen, das einem alles abverlangte. Mit diesem Erfolg wende ich mich hochmotiviert meinem neuen Projekt der Himalaya-Durchquerung im August zu!!! Meiner Großer Dank gilt meinen Betreuern sowie meinem Team zu Hause und alljenen die mich angefeuert haben. Besonders hervorheben möchte ich: Paul Zurl, Christoph Zurl, Harald Reinbacher, Brigitte Zurl, Peter Zurl, Eva Zurl, Klaus Lafer, Gerald Lafer, Greta Hamentner und Karl Pickl!


Die Vorbereitung zun Sieg
Was war heuer anders



Training
Von 2013 auf 2014 habe ich gelernt, dass der Umfang des Trianings nicht alles ist. So hatte ich 2013 mehr als 25.000 Trainingskilometer alleine auf der Straße. Heuer änderte ich mein Training und trainierte hätte, öfters aber dafür kürzer. Entscheidend hinzu für meinen Erfolg kam auch mein neuer Partner - das Institut Allergosan. Mit Probiotika schaffte ich es seit Februar meinen Darm spürbar zu stärken. Mein Verdauungstrakt ist seitdem wesentlich besser und verkaftet die Menge an Nahrung im Training wesentlich besser.

Gewicht
Ohne es wirklich gewollt herbeizuführen verlor ich von Jänner weg bis Mai ganze 7 kg - von 74-75kg auf 68kg. Bei meiner Körpergröße von 178cm und als Extremradsportler ist das nun wirklich nicht viel und gerade noch an der Grenze wo ich das Gefühl habe keine Leistungseinbußen zu haben. Zuerst dachte ich mir, dass der Gewichtsverlust auf das Training zu schließen sei, doch ein Gespräch mit Geschäftsführerin Mag. Anita Frauenwallner vom Institut Allergosan machte mich darauf aufmerksam, dass die Probiotika - OMNi BiOTiC Power - vielseitig wirken können. Im Zuge dessen wurde mir erst richtig bewusst, dass ich eigentlich seit einigen Monaten nach dem Training nicht mehr so einen Heißhunger auf Süßes - auf Zucker/auf schnelle Energie - habe und sehe das OMNi BiOTiC Power für mich als "Kraftstoff". 7kg sind übrigens 21 Watt am Berg die ich nun weniger zu treten sind.

Material
Es hat nun einige Zeit gebraucht bis mich ganz auf eine Marke festgelegt hatte und ich bereue es nicht. Ich gehe bei meinem debello Rahmen und Laufräder keine Kompromisse ein, schalte ausgezeichnet auf der elektrischen Schaltung und genieße die Feinheiten meiner Rades - z.b.: nur 483 Gramm schwere THM Carbones Kurbel, oder Titanschnellspanner die 100g leichter sind als Standard-Schnellspanner... .
Die Analyse
Ein Blick in die persönlichen Daten der Auswertung



Nur wenige Sportler, vorallem in der Ultraszene, lassen sich in die Karten schauen und geben ihre genauen Pausenzeiten, Stopps, Herzfrequenz- oder auch Leistungsdaten bekannt. Ich bin auf dieses Rennen sehr stolz da ich von Anfang bis zum Ende alles gegeben habe und es schaffte fast vollkommen auf Pausen zu verzichten. Lediglich 32 Minuten Stehzeit habe und dass trotz eines Bahnüberganges und 4 Ampeln, wenn ich mich richtig erinnere. Um solch genauen Auswertungen zu machen und auch zu eruieren wo und wann man wie lange gestanden ist eignet sich Pulsmagic ausgezeichnet. Es ist eine Software, die Kunden sucht die immer mehr Fragen zu ihren Daten haben als sie antworten bekommen. Für genaue und korrekt gerechnete Auswertung eignet sich die
Fahrzeit Netto 38 h 13 min 19 sec
Fahrzeit Brutto 38 h 46 min 0 sec
Stehzeit 32 Minute
Stopp's 27
gemessene Distanz 998 km
gemessene Höhenmeter 17.100 Hm
Distanz Bergauf 490 km
Distanz mit 5-10% Steigung 91 km
Distanz mit 10-15% Steigung 33 km
Durchschnittliche Steigungsrate 3.5%
Brutto Druchschnittsgeschwindigkeit 25.11 km/h
Brutto Druchschnittsgeschwindigkeit 26.1 km/h
maximal Geschwindigkeit 88.0 km/h
Gespeicherte Datensätze des Garmin's 138.000
Durchschnittliche Herzfrequenz 137 HF/min
Median Herzfrequenz 138 HF/min
Maximale Herzfrequenz 182 HF/min




25.06.14 11:39  
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